Studiengang Physik/Diplom

Studiengang:        Physik/Diplom

Abschluß:           Diplom-Physiker

Regelstudienzeit:   10 Semester

Kurzcharakteristik des Studienganges

Die Physik befaßt sich als exakte Naturwissenschaft vor allem mit der Erforschung der Naturvorgänge und deren mathematischer Beschreibung. Zugleich leistet die Physik wichtige Beiträge zur gezielten, innovativen Entwicklung von Technik und Technologie in der Wirtschaft und zur Lösung globaler Menschheitsprobleme, wie z.B. Umwelt und Energie. Gemeinsam mit anderen Disziplinen (Chemie, Biologie oder Medizin) beteiligt sich die physikalische Forschung zunehmend an der Aufklärung der Grundlagen des Lebens.

Studienvoraussetzungen

Der Zugang zum Studium setzt die Hochschulreife voraus, Eignungsprüfungen zur Zulassung finden nicht statt. Das Studium wird in der Regel im Wintersemester aufgenommen, eine Aufnahme im Sommersemester ist aber ebenfalls möglich. Im letzteren Fall sollte der Studien- fachberater vorher konsultiert werden.

Es wird erwartet, daß der Studierende von der Schule her mit den Grundbegriffen der Mechanik, Wärmelehre, Elektrizitätslehre und Optik vertraut ist. Wichtig für das Physikstudium ist eine ausreichende mathematische Begabung. Die Vorlesungen in Physik setzen folgende Grundkenntnisse der Mathematik voraus:

Grundkenntnisse der englischen Sprache sind für ein erfolgreiches Physikstudium in den höheren Semestern notwendig. Es genügt die Fähigkeit, wissenschaftliche Texte lesen zu können. Während des Studiums können weiterführende Sprachkurse belegt werden.

Studieninhalte - Studienrichtungen

Die Ausbildung zum Physiker umfaßt die Vermittlung von Fachwissen und die Entwicklung der Fähigkeit zu beobachten, zu experimentieren, Schlußfolgerungen zu ziehen. Der Physikstudent wird darauf vorbereitet, neue Probleme selbständig zu bearbeiten. Er benötigt eine breite und tiefe Ausbildung in der gesamten experimentellen und theoretischen Physik. Darüberhinaus muß er gute Kenntnisse in den angrenzenden Naturwissenschaften und vor allem in Mathematik sowie einen angemessenen Einblick in die Methoden und Probleme der Technik erwerben. Dazu bietet ein Studium an der Technischen Universität Dresden gute Voraus- setzungen.

Das Studium gliedert sich in ein Grundstudium (4 Semester) und ein Hauptstudium, das einschließlich der Anfertigung einer Diplomarbeit weitere 6 Semester umfaßt.

Das Grundstudium umfaßt - im Falle des Studienziels Diplom-Physiker - die Experimentalphysik, die Theoretische Physik (Mechanik, Elektrodynamik, Wellen), die Mathematik und das Nichtphysikalische Wahlpflichtfach (in der Regel Chemie). Neben diesen Fächern absolviert der Student das Physikalische Praktikum (Grundpraktikum), das im Hauptstudium als Fortgeschrittenen-Praktikum fortgesetzt wird.

Im Hauptstudium erfolgt eine Vertiefung in folgenden Gruppen von Lehrveranstaltungen: Struktur der Materie (Atom- und Molekülphysik, Festkörperphysik, Kern- und Elementarteilchenphysik) und Theoretische Physik (Quantentheorie, Statistische Physik, Thermodynamik, Relativistische Physik). Zur Vertiefung des physikalischen Wissens hat der Student entsprechend seinen Interessen ein physikalisches Wahlpflichtfach zu belegen.

Folgende Wahlpflichtfächer werden angeboten:

(Die Fächer Tieftemperaturphysik und Photophysik/Optoelektronik sind vorrangig festkörperphysikalisch orientiert.)

Die Fachrichtung Physik hat mit den zuständigen Fachbereichen der TU Dresden die Ausbildung in folgenden Nichtphysikalischen Wahlpflichtfächern im Hauptstudium abgesprochen:

Mit der Diplomprüfung, die teilweise schon vor der Diplomarbeit abgelegt wird und aus den Hauptprüfungen (siehe Lehrveranstaltungsübersicht) besteht, schließt das Studium ab.

Die Diplomarbeit stellt eine exemplarische Vertiefung in einem Spezialgebiet unter Anleitung eines akademischen Lehrers dar. Der Student wählt bis spätestens zum Beginn des 8.Semesters einen Lehrstuhl bzw. ein Institut, an dem er seine Diplomarbeit anfertigen will. Die Spezialisierung ist im Rahmen der Wahlpflichtfächer möglich; Themen, die darüber hinausgehen, können vereinbart werden. Dabei hat der Student an unserer Universität den Vorteil, Praktika und Graduierungsarbeiten auch an modern ausgestatteten außeruniversitären Instituten, wie dem 1992 gegründeten Institut für Festkörper- und Werkstofforschung, dem Forschungszentrum Rossendorf bei Dresden, den Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und den Arbeitsgruppen der Max-Planck-Gesellschaft in Dresden durchführen zu können. Die Betreuung erfolgt durch Direktoren dieser Einrichtungen, die gleichzeitig Professoren an der TU sind.