TECHNISCHE UNIVERSITÄT DRESDEN

Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften

S T U D I E N O R D N U N G

für den Studiengang

P H Y S I K

vom 23.11.94

in der geänderten Fassung vom 15.05.96


Gemäß § 25 (1) Sächsisches Hochschulgesetz vom 4. August 1993 stellt die Technische Universität Dresden die folgende Studienordnung auf.

Diese Ordnung wurde vom Senat der Technischen Universität Dresden am 13. Juli 1994 bestätigt und dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst angezeigt.

Die Änderungssatzung wurde vom Senat der Technischen Universität Dresden am 14. Februar 1996 beschlossen und dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst angezeigt.


INHALTSVERZEICHNIS

§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Studienvoraussetzungen
§ 3 Studienbeginn/Studiendauer
§ 4 Studienziel
§ 5 Gliederung des Studiums (Grundstudium / Hauptstudium)
§ 6 Lehrveranstaltungen/Vermittlungsformen
§ 7 Prüfungen, Leistungsnachweise und Teilnahmebestätigungen
§ 8 Inkrafttreten
Anlage 1 Fächer und Anzahl der erforderlichen Leistungsnachweise
Anlage 2 Empfohlener Studienplan für den Studiengang Physik




§ 1

Geltungsbereich

Diese Studienordnung regelt auf Grundlage der Diplomprüfungsordnung Ziel, Inhalt und Aufbau des Studiums für den Studiengang Physik. Alle hier angeführten Semesterangaben beziehen sich auf den Regelstudienplan.

§ 2

Studienvoraussetzungen

Für den Zugang zum Studiengang Physik sind die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluß erforderlich. Eignungsprüfungen zur Zulassung finden nicht statt.

§ 3

Studienbeginn/Studiendauer

(1) Das Studium beginnt in der Regel im Wintersemester.

(2) Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Diplomprüfung zehn Semester.

(3) Nach dem 2. Semester wird mit leistungsschwachen Studenten eine Studienberatung durchgeführt.

§ 4

Studienziel

Die Physik ist eine grundlegende Naturwissenschaft. Sie erforscht die Naturgesetze, die eine quantitative Naturbeschreibung ermöglichen und auf denen auch jede Technik beruht. Sie ist für das Verständnis unserer Welt und die Lösung ihrer technischen und ökologischen Probleme unabdingbar.

Der Diplom-Physiker ist in einem weiten Spektrum von Berufen tätig. Sein Berufsfeld reicht von der Grundlagen- und Industrieforschung über die anwendungsbezogene Entwicklung, auch im medizinischen Bereich, den technischen Vertrieb, die technische und administrative Planung, Führung, Betreuung und Prüfung bis hin zur Lehre in Schule und Hochschule.

Diese Tatsachen bedingen die Struktur des Studiums des Diplom-Physikers mit der breit angelegen Grundlagenausbildung und - in der letzten Phase - der Hinführung zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit in der Diplomarbeit. Seine Ausbildung befähigt ihn, sich auch in solchen Fachgebieten einzuarbeiten und dort produktiv zu sein, mit denen er während des Studiums nicht direkt befaßt war. Beide Kennzeichen des Diplom-Physikers - seine breite Grundlagenausbildung und seine Fähigkeit zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit - sind für die Anbieter der Arbeitsplätze für Diplom-Physiker unverzichtbar.

Das Diplom ist der berufsqualifizierende Abschluß des Universitätsstudiums des Diplom-Physikers.

§ 5

Gliederung des Studiums (Grundstudium/Hauptstudium)

(1) Das Studium gliedert sich in

  1. das viersemestrige Grundstudium , das mit der Diplom-Vorprüfung abschließt,
  2. das Hauptstudium, das einschließlich der Fachprüfungen und der Diplomarbeit sechs

Semester umfaßt.

(2)

(3) Freizügigkeit der Studiengestaltung

(4) Sprachausbildung

(5) Studium generale

§ 6

Lehrveranstaltungen/Vermittlungsformen

(1) Lehrveranstaltungen des Grundstudiums:


(2) Lehrveranstaltungen des Hauptstudiums

(3) Diplomarbeit

§ 7

Prüfungen, Leistungsnachweise und Teilnahmebestätigungen

(1)

(2) Diplom-Vorprüfung

(3) Fachprüfungen der Diplomprüfung

(4) Vorfristiges Ablegen von Fachprüfungen der Diplomprüfung

(5)

§ 8

Inkrafttreten

(1)

(2)

Dresden, den 15.05.96

Der Rektor

der Technischen Universität

Prof. Dr. rer. nat. habil. A. Mehlhorn




__________________________________________

Die Begriffe Diplom-Physiker, Student usw. werden in dieser Ordnung aus Gründen der Lesbarkeit nur in maskuliner Form aufgeführt. Gemeint sind jedoch stets sowohl Frauen als auch Männer.

Anlagen

Anlage 1: Fächer und Anzahl der erforderlichen Leistungsnachweise

Grundstudium

Fach @ Zahl der Leistungsnachweise
Experimentalphysik Mechanik, Wärmelehre

Elektrizität, Magetismus, Optik

Wellen, Quantenphysik

2
Praktikum Grundpraktikum 1 1
@ Grundpraktikum 2 1
Theoretische Physik Theoretische Mechanik

Elektrodynamik

1
Mathematik Lineare Algebra 1
@ Mathematik 1

Mathematik 2

1
Nichtphysikalisches Wahlpflichtfach @ 1

@

@

Hauptstudium

Fach @ Zahl der Leistungsnachweise
Experimentalphysik Atom- und Molekülphysik

Festkörperphysik

Kern- und Teilchenphysik

2
Fortgeschrittenenpraktikum @ 1
Theoretische Physik Quantentheorie1

Quantentheorie 2

Thermodynamik und Statistik

Vielteilchensysteme

Quantenfeldtheorie

2
Hauptseminar @ 1
Physikalisches Wahlpflichtfach @ 1
Nichtphysikalisches Wahlpflichtfach @ 1

@

@

Anlage 2: Empfohlener Studienplan für den Studiengang Physik

Sem Experimantalphysik Theoretische Physik Praktika Mathematik Hauptseminar Wahlpflichtfächer SWS
physikalisch nichtphysikalisch
1 Mechanik, Wärmelehre 4/2 . .

1)

. Lineare Algebra

Mathematik 1

4/2

4/2

. .

4+(4)2)

22

(26)

2

Elektrizität und Magnetismus

Optik

4/2

Mechanik

4/2

Grundpraktikum 1

3)

4

Mathematik 2

4/2

. . .

22

3

Wellen, Quanten

4/2

Elektrodynamik

4/2

Grundpraktikum 2

4)

6

Mathematik 3

4/2

. . .

24

4

Atom- und Molekülphysik

4/1

Quantentheorie 1

4/2 - . Mathematik 4

4/2

.

.

.

17

5

Festkörperphysik

Kern- und Teilchenphysik

2/1

2/1

Thermodynamik und Statistik

4/2

Fortgeschrittenen-

Praktikum 1

8

.

.

.

.

.

20

6

Festkörperphysik

Kern- und Teilchenphysik

2/1

2/1

Quantentheorie 2

4/2

Fortgeschrittenen-

Praktikum 2

4

+25)

.

.

.

4

.

22

7

Angewandte Physik

2/0

Theoretische Physik

8)

4/2

Laborpraktikum /

Übungen 6)

6

.

.

2

2

4

22

8

.

.

.

.

.

.

.

.

.

8 7)

4

12

Hinzu kommen: Studium generale (4 SWS) und Fremdsprachenausbildung (4 SWS):

Bemerkungen:

1) Einführungspraktikum fakultativ 5) Seminar zum Fortgeschrittenen-Praktikum
2) Blockpraktikum im Umfang von 4 SWS bzw. Verteilung auf zwei Semester 6) Laborpraktikum bzw. Rechenübungen je nach physikalischem Wahlpflichtfach
3) Grundpraktikum 1: Anfertigen der Protokolle in der Anwesenheitszeit 7) Mitarbeit in den Forschungsgruppen
4) Grundpraktikum 1: Anfertigen der Protokolle ausserhalb der Anwesenheitszeit 8) Theoretische Physik mit Wahlmöglichkeit (Physik von Vielteilchensystemen, Quantenfeldtheorie)